Wissenswertes aus dem Bereich Master Sales and Marketing

Liebe Studierende und Interessenten des Masterstudiums Sales And Marketing sowie der Weiterbildung Wirtschaftspsychologie an der WINGS,

wissenschaftliche Publikationen

Seit über einem Jahr veröffentliche ich bereits Wissenswertes aus den Bereichen Wirtschaftspsychologie, Marketing und Vertrieb über Facebook und Google+. Das reicht mir an der Stelle nicht mehr aus. Neben kleineren Blogbeiträgen sollen in dem „Journal of MSM“ exzellente wissenschaftliche Arbeiten aus unserem Studiengang publiziert werden. Diese finden Sie hier. Zudem besteht die Nachfrage, einen allgemeinen und auffindbaren Downloadordner im Internet zur Verfügung zu stellen. Hier werden vor allem Informationen zu den Modulen und allgemeine PDF s zum Studium hochgeladen .

Sehr gute Job-Aussichten für Master Sales and Marketing Studierende

Vertriebs- und Marketingexperten sind laut dem Hays Fachkräfte Index „Sales and Marketing“ weiterhin stark gesucht. Im Vergleich zu 2015 ist die Nachfrage nach Sales und Marketing-Experten deutlich gestiegen. Zu dieser Auswertung kommt hays.de, die aktuelle Stellenanzeigen auswerten und vergleichen. Demnach sind derzeit Online-Marketing-Mitarbeiter besonders gefragt. Vermehrt wurden aber auch Stellenanzeigen für Produkt-, Marketing- und PR-Manager registriert. Sie möchten gerne in der Automobil-Branche arbeiten? Dann ist dies gerade jetzt der beste Zeitpunkt eine Bewerbung zu schreiben. Laut Hays sind hier diverse Vakanzen noch unbesetzt.

Die gesamte Auswertung kann hier nachgelesen werden.

Damit Sie weiterhin die besten Aussichten auf dem Job-Markt haben, passen wir unsere Module und Inhalte an die Anforderungen aus der Wirtschaft an. Die letzte grundlegende Neugestaltung ist gerade einmal 1,5 Jahre her, indem wir das Curriculum modernisiert und auf die Bedürfnisse der Studierenden abgestimmt haben. Neben einer noch stärkeren Fokussierung auf Sales & Marketing-Inhalte und der effizienten Wissensvermittlung, haben wir neue Module wie Cross-Channel-Management, Brand-Management und After-Sales-Management im Studium integriert. Die Inhalte in der Spezialisierung Onlinemarketing werden jährlich angepasst und mit praktischen Übungen versehen, so dass Sie mit dem Studium Sales und Marketing an der WINGS bestmöglich für den attraktiven Stellenmarkt gerüstet sind. Kurzum: Erfolgreich mit MSM.

Weitere Informationen zum Studium erhalten Sie hier.

Stressoren am Arbeitsplatz

Am 17. und 18.12.16 fand die WINGS-Weiterbildung Arbeits- und Organisationspsychologie mit dem Schwerpunkt „Personal“ statt. Sieben Teilnehmer haben sich intensiv mit den Themen Führung, Motivation, valide Verfahren der Personalauswahl etc. auseinandergesetzt und diese in praktischen Übungen in dem ersten Wochenend-Seminar angewendet. Eine Übung sah bspw. vor, dass die Teilnehmer sich eine vakante Stelle in Ihrem Unternehmen heraussuchen und diese per Arbeits- und Tätigkeitsanalyse detailliert beschreiben sollten. Anschließend haben sich die Teilnehmer daraus einen Interviewerleitfaden für diese Vakanz erarbeitet, um ein valides teilstrukturiertes Bewerbungsgespräch führen zu können. Dieser Leitfaden wurde in einer Roll-Setting-Situation getestet. Ziel war es für die offene Stelle wichtige Verhaltensweisen zu erfragen, um den späteren beruflichen Erfolg des jeweiligen Bewerbers prognostizieren zu können.

Ständige Erreichbarkeit kann Stress verursachen

In der nächsten Veranstaltung Mitte Januar wird es unter anderem darum gehen, Stressoren am Arbeitsplatz zu identifizieren und mit geeigneten Mitteln zu reduzieren. Wie wichtig diese Aufgabe sein kann, zeigt eine Untersuchung von Buruck, Kugler & Richter (2016). Sie haben festgestellt, dass insbesondere Mitarbeiter in der Altenpflege unter Depressionen und Ängstlichkeit leiden. Insgesamt wurden in diesem Zusammenhang 244 Personen befragt. Dabei zeigte sich, dass Menschen mit hoher Arbeitsbelastung, aber geringen Handlungsspielräumen und geringer sozialer Unterstützung erhöhte Depressivitätswerte und Ängstlichkeit aufweisen. Die Ergebnisse sind nicht verwunderlich. Seit Jahren wird in sozialen Berufen gefordert, die körperlichen und psychischen Belastungen abzubauen (bspw. Gesundheitsbericht, 2008). Krankheitstage in dieser Branche sind überdurchschnittlich hoch und verursachen dementsprechend Mehrkosten (ebd.).

Um die Situation und die Gesundheit der Menschen in Pflegeberufen zu verbessern sollten daher schwere körperliche Tätigkeiten, wie z.B. schweres Heben, deutlich reduziert werden. Die Arbeitsabläufe müssen deshalb neu gestaltet und auf die Bedürfnisse der Arbeitnehmer optimiert werden. Bei der Umgestaltung ist es ebenfalls notwendig, die Mitarbeiter partizipativ in die Arbeitsprozessplanung einzubinden. Emotionale Entlastung sollte zudem über soziale Unterstützung ermöglicht werden. Hülsmann (2008, S. 65 ff.) zeigt in einem Fallstudienunternehmen auf, wie dies umgesetzt werden kann. Schmerz- und Stressbewältigungstraining können die Lebensqualität signifikant verbessern.

Literatur:

Buruck, G., Kugler, J. & Richter, P. (2016). Anzahl der Risiken und Interaktion machen den Unterschied – Psychosoziale Merkmale der Arbeit und Emotionsregulierung als Faktoren für Ängstlichkeit und Depressivität. Praxis – Klinische Verhaltensmedizin und Rehabilitation 98, 102-116.

Hülsmann, R. (2008). Einführung betrieblicher Gesundheitsförderung in einem Krankenhaus der Maximalversorgung. BDP (Hrsg.) Psychische Gesundheit am Arbeitsplatz in Deutschlang. 65-69.

Publikation: Gender Commerce

 

Gender Commerce – Eine empirische Untersuchung der geschlechtsspezifischen Unterschiede im Online Kauf- und Nachkaufverhalten.

Militello, S.

(HS-Wismar, Wings, Studiengang Sales and Marketing)

Militello, S. (2016). Gender Commerce – Eine empirische Untersuchung der geschlechtsspezifischen Unterschiede im Online Kauf- und Nachkaufverhalten. Sturm, H. (Hrsg.) Journal of Master Sales and Marketing. Internet: http://journal-of-master-sales-marketing.de/publikation-gender-commerce/.

„Gender Commerce“ ist ein vielfach beleuchtetes Thema in der Online-Marketingforschung. Militello (2016) widmet sich diesem Thema durch die Auswertung von Google Analyticszahlen verschiedener Onlineshops. Zu welchen Ergebnissen Militello (2016) dabei kommt, kann in einer Kurzfassung ihrer Masterthesis im Journal of Master Sales and Marketing nachgelesen werden:

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Nachfolgend erhalten Sie eine
Short Summary der Masterthesis

In der Forschung wurde die Existenz der sogenannten „Gender Gap“ im Kaufverhalten immer wieder diskutiert. Einige Untersuchungen sprechen sich dafür, andere dagegen aus (Bimber, 2000, S. 868; Kampmann, Keller, Knippelmeyer & Wagner, 2013; Van Slyke, Belanger & Hightower, 2005). Heuristisch betrachtet, wird Männern und Frauen ein abweichendes Einkaufsverhalten zugeschrieben. „Men Buy, Women Shop“ beschreibt dabei das divergierende Verhaltensmuster, nach dem Männer schnell und zielgerichtet nach Informationen suchen, wohingegen Frauen ein zeitlich intensiveres und komplexeres Kaufverhalten aufweisen (Barletta, 2006, S. 118; Verde Group, 2012). Männer scheinen technikaffiner zu sein, Frauen kommunikativer (Bengler & Senner, 2016, S. 34; Röser & Peil, 2010, S. 499). In der Werbung bevorzugen Männer klare Botschaften, wohingegen Frauen mehr nach Inspiration streben und besser non-verbale Botschaften interpretieren können (Kirouac & Dore, 1983). Dies spiegelt sich auch darin wider, dass Frauen E-Mails häufiger nutzen und mehr damit interagieren (Van Aswegen, 2015). Sie weisen beim Online-Kauf eine stärkere intrinsische Motivation, aber auch ein höheres, wahrgenommenes Risiko und höhere Bedenken beim Thema Datenschutz auf (Bae & Lee, 2011, S. 202). Männer werden hingegen vor allem von utilitaristischen Bedürfnissen geleitet. Sie streben eine schnelle Befriedigung von Nutzenaspekten an (El Hedhli, Zourrig & Chebat, 2016). Frauen neigen mehr zu Impulskäufen, was zu verstärkten Nachkaufdissonanzen und somit zu einer höheren Retouren-Wahrscheinlichkeit führt (Coley & Burgess, 2003, S. 293; Stern, 1962, S. 60; Wood, 1998, S. 312; Dittmar, Beattie & Friese, 1996, S. 195).
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Weiterbildung Wirtschaftspsychologie mit dem Schwerpunkt Change Management

Laut der Reaktanztheorie von Brehm (1966) haben Menschen die Freiheit bestimmte Verhaltensweisen auszuführen. Nimmt ein Individuum eine Einschränkung seiner Freiheit wahr, kann Reaktanz entstehen (Schaper, 2014, S. 325 ff). Das ist ein motivationaler Spannungszustand, der darauf gerichtet ist, die bedrohte Freiheit wieder herzustellen. Dies kann ein Faktor für Widerstände in Veränderungsprozessen sein. Insbesondere dann, wenn Verhaltensweisen von Mitarbeitern verändert oder beschnitten werden sollen. Zohar und Fussfeld (1981) dokumentierten beispielsweise einen Fall, in dem Produktionsmitarbeiter angewiesen wurden Ohrenschützer zu tragen, da der Lärmpegel in Teilen der Werkshalle mit 106 dB sehr hoch war. Die Mitarbeiter weigerten sich allerdings, obgleich sie dadurch ihre Gesundheit / Hörfähigkeit aufs Spiel setzten. Mehr lesen

Vorliebe der deutschen Verbraucher für Online-Shopping stagniert auf hohem Niveau

Online-Shopping ist für die meisten Verbraucher in Deutschland eine Selbstverständlichkeit. Trotz leichter Einbußen werden weiterhin vier von zehn Einkäufen lieber online getätigt. Aber: Immer noch kauft die Mehrheit der Befragten bevorzugt im klassischen Einzelhandel ein. Dies zeigen die Ergebnisse der heute veröffentlichten Verbraucherbefragung des Bundesverband E-Commerce und Versandhandel Deutschland e.V. (bevh) und von Creditreform Boniversum.

Konsumentenverhalten: Das ist doch nicht mein Bier!

Können Konsumenten Biersorten geschmacklich auseinander halten? Wenn man Freunde oder Bekannte fragt, kommt häufig die Meinung auf, dass man dies könne. Insbesondere eingefleischte Biertrinker würden ihre Hausmarke unter anderen Bieren herausschmecken (vgl. Quack, 2016).

Bereits seit Jahren ist allerdings der Halo-Effekt bekannt, nachdem das Markenimage, das Produktstyling, die Werbung oder Ähnliches auf den Geschmack des Produktes ausstrahlen können (vgl. Genschow, 2013). „Geschmacksempfindungen entstehen nicht nur auf der Zunge, sondern auch durch unsere Psyche“ (Genschow, 2013). Grüne Gummibärchen schmecken objektiv nicht anders als rote. Trotzdem assoziieren Menschen grüne Bärchen eher mit Waldmeister und rote eher mit Himbeere.

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Tendenzen im Digital Leadership

Durch die Digitalisierung haben sich neue Geschäftsfelder aufgetan, Arbeitsprozesse und Abrechnungssysteme verändert (Remdisch, 2016, S.3). Menschen können sich online in Video-Chats weltweit und in Echtzeit vernetzen. Eine Face-to-Face Kommunikation ist nicht mehr unbedingt notwendig, um ein zukünftiges Prozedere abzusprechen. Menschen müssen nicht mehr in Büros arbeiten. Mehr lesen

Sind Absolventen oder Studienabbrecher die erfolgreicheren Entrepreneure?

Mark Zuckerberg, Bill Gates oder Steve Jobs haben jeweils in ihrer Sparte florierende Unternehmen erschaffen. Man könnte daher annehmen, dass ein Studium nicht zwingend erforderlich ist, um Karriere zu machen.

Absolvent vs Studienabbrecher. Wer ist erfolgreicher in der Selbstständigkeit?
Absolvent vs. Studienabbrecher. Wer ist erfolgreicher in der Selbstständigkeit?

Buenstorf, Nielsen und Timmermans (2016) untersuchten die These, ob Studienabbrecher erfolgreichere Entrepreneure sind bzw. ob ein Studium überhaupt dafür nötig ist. Es stellt sich also die Frage, ob ein Studium mit dem späteren beruflichen Erfolg in der Selbstständigkeit korreliert. Die vergangene Forschung zeigte, dass angeborene Persönlichkeitseigenschaften, wie Risikobereitschaft, Leistungsmotivation Wunsch nach Autonomie aber auch kognitive Fähigkeiten wichtige Faktoren für die Aufnahme einer eigenständigen Tätigkeit sind. Es ist also davon auszugehen, dass die Studienabbrecher kaum erfolgreichere Unternehmer sind. Dass vermehrt exmatrikulierte Studenten ausgründen, könnte aber eher an den für sie erschwerten Bedingungen auf dem regulären Arbeitsmarkt liegen. Ohne Abschlusszeugnis werden sie eher bei den gängigen Personaleinstellungsverfahren durchfallen (In der Wirtschaft werden kaum valide Personalauswahlverfahren eingesetzt ).

Nach der Auswertung der Arbeitsmarktdaten (n=109.941) aus Dänemark, die besonderes umfassende Items auflistet, wie z.B. Abschluss, Studienabbruch, Einkommen, Selbstständigkeit, sind folgende Ergebnisse herausgekommen.

  1. Studienabbrecher gründen häufiger aus als Absolventen (2,41% vs. 1,52%)
  2. Studienabbrecher verdienen zudem signifikant weniger
  3. Die Wirtschaftskraft der Unternehmen von Studienabbrechern war zudem mit durchschnittlich 360 TKronen (entspricht 484 TEUR) geringer, als die der Absolventen mit 480 TKronen (entspricht 645 TEUR).

Es kann gemäß der Studie festgehalten werden, dass Studienabbrecher weniger erfolgreicher sind als Absolventen, wenn diese den Schritt in die Selbstständigkeit wagen.

Im Masterstudium Sales And Marketing bereiten wir Sie auch auf die Selbstständigkeit vor, indem wir Ihnen umfassende und aufeinander abgestimmte Module anbieten. Darüber hinaus vermitteln wir Ihnen tiefgründige Managementkompetenzen bspw. in dem Modul „Vertriebsführung“. Durch Roll-Setting-Situation bereiten wir Sie hier auf die Praxis vor.

Literatur:

Buenstorf, G.; Nielsen, K. & Timmermanns, B. (2016). Steve Jobs or No Jobs? Entrepreneurial activity and performance among Danish college dropouts and graduates. Small Business Economics, 1-19. [Internet: http://link.springer.com/article/10.1007/s11187-016-9774-1 08_16].

Implementierung neuer Strategien – Fokussiert oder Opportunistisch?

In der deutschen September-Ausgabe des HBM findet sich eine interessante Fallstudie zu einem High-Tech-Unternehmen. Die Firma hat aus guten Gründen ein neues Geschäftsmodell entwickelt (Vermieten und betreiben statt verkaufen), doch dann kommt ein Großauftrag eines Bestandskunden, der nicht zur neuen Strategie passt. Soll man den Auftrag sausen lassen (weil die Strategie sonst unglaubwürdig wirkt, das Unternehmen sich verzettelt oder man gar der Marke schadet) oder lieber opportunistisch den Umsatz „mitnehmen“?

Ich meine: Innovationen im Geschäftsmodell sind unverzichtbar, aber Strategien bieten auch eine gewisse Elastizität. Sofern der Auftrag die Umsetzung der Strategie nicht grundsätzlich oder massiv behindert (zum Beispiel durch eine längerfristige Bindung von Schlüsselressourcen), sollte das Unternehmen ihn annehmen. Wenn noch dazu die Auslastung der Fertigung abgesichert und ein hoher Deckungsbeitrag erwirtschaftet werden, schafft sich das Unternehmen damit zusätzlichen finanziellen Spielraum zur Implementierung der eigentlichen Geschäftsmodell-Innovation.

Wie ist Ihre Meinung?