User Experience als Einflussfaktor auf die Customer Loyalty von Musikstreaming-Nutzern

Techentin, T. (2024). User Experience als Einflussfaktor auf die Customer Loyalty von Musikstreaming-Nutzern. H. Sturm (Hrsg.), Journal of Master Sales and Marketing. Internet: https://journal-of-master-sales-marketing.de/user-experience-als-einflussfaktor-auf-die-customer-loyalty-von-musikstreaming-nutzern/ 

User Experience als Einflussfaktor auf die Customer Loyalty von Musikstreaming-Nutzern.

Abstract:

Immer häufiger werden Musikstreamingdienste (MSDs) zum Musik hören genutzt, da sie ihren Nutzern eine große Anzahl an Songs zur Verfügung stellen, ohne dass diese einzeln gekauft werden müssen. Daraus resultiert allerdings eine hohe Wettbewerbsintensität zwischen den MSDs, denn sie bieten ihren Nutzern ähnliche Inhalte zu ähnlichen Preisen. Zusätzlich sind Streamingdienste und Abo-Services von hohen Churn Rates betroffen, wodurch es schwieriger wird,langfristig erfolgreich zu bleiben. Daher müssen MSDs versuchen, die Customer Loyalty (CL) ihrer Nutzer zu erhöhen. Dabei stellt sich die Frage, ob eine Erhöhung der CL von Musikstreaming-Nutzern durch die Verbesserung der UserExperience (UX) möglich ist. Um dies zu beantworten,wurden 219 aktive Musikstreaming-Nutzer in Deutschland online zu ihrer UX und ihrer Loyalität gegenüber ihres MSD befragt. Zur Auswertung der erhobenen Daten, erfolgten mehrere Korrelationsanalysen. Aus den Ergebnissen geht hervor, dass die UX-Faktoren Attraktivität, Effizienz, Neuartigkeit, Stimulation, Verständlichkeit und Zuverlässigkeit jeweils einen mittelstarken, positiven Einfluss auf die CL haben. Dieser Zusammenhang besteht sowohl direkt als auch indirekt durch den Mediator Customer Satisfaction. MSDs können die gewonnenen Erkenntnisse nutzen, um die CL ihrer Nutzer zu steigern. Hierzu werden konkrete Implikationen für die Praxis und Forschung gegeben.

Der gesamte Beitrag kann hier nachgelesen werden

User experience as an treatment factor on the customer loyalty of music streaming users

Abstract

Music streaming services (MSDs) are being used more and more frequently for listening to music, as they make a large number of songs available to their users without having to purchase them individually. However, this results in a high degree of competition between the MSDs because they offer their users similar content at similar prices. In addition, streaming services and subscription services are affected by high churn rates, making it more difficult to remain successful in the long term. Therefore, MSDs need to try to increase the Customer Loyalty (CL) of their users. The questionarises as to whether an increase in the CL of music streaming users is possible by improving the user experience (UX). To answer this, 219 active music streaming users in Germany were surveyed online about their UX and their loyalty to their MSD. To evaluate the data collected, several correlation analyzes were carried out. The results show that the UX factors attractiveness, efficiency, novelty, stimulation, perspicuity and dependability each have a moderately strong, positive influence on CL. Thisrelationship exists both directly and indirectly through the mediator customer satisfaction. MSDs can use the insights gained to increase the CL of their users. Concrete implications for practice and research are given.

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Vision und Aufbau des neuen Master Digital Commerce, Marketing & Psychology (CMP)

Vision

Unsere Vision ist es, euch als zukünftige High Professionals im Digital Commerce zeit- und ortsunabhängig auszubilden. Damit ihr erfolgreich sein könnt, braucht ihr notwendigerweise fundiertes Wissen in drei übergeordneten Bereichen:

  1. Dem Digital Commerce, denn durch den Boom im Onlinehandel muss die Funktionsweise der Webgeschäftsmodelle als Basis der Gewinnerzielung und der dadurch erreichten Marktkomplexität verstanden werden.
  2. Dem Digital Marketing, denn in den letzten 20 Jahren hat sich das old school „4p“ Marketing von einem Push-Kanal zu einer Kommunikationsplattform in Interaktion mit einer Performanceorientierung gewandelt.
  3. Der Cyber Wirtschaftspsychologie, denn erfolgreiche digitale Organisationen werden unternehmensintern ein deutlich tieferes Verständnis über das Erleben und Verhalten von Organisationsmitgliedern haben müssen. Gleiches gilt für die Marktseite. Ein tieferes Verständnis über das Erleben und Verhalten von Usern in digitalen Verkaufsinteraktionen ist notwendig, um erfolgreich agieren zu können. Dazu zählt auch das Antizipieren des Wertewandels in der Gesellschaft bzgl. nachhaltigem und ökologisch langfristigem Engagement der Marktteilnehmer.

Mit dem Master CMP widmen wir uns wissenschaftlich analytisch, aber auch praktisch anwendungsorientiert diesen drei Themenblöcken. Inhaltlich ziehen sich das Digital Commerce, Marketing & die Cyber Wirtschaftspsychologie daher als roter Faden durch dieses Onlinestudium. Für eine umfassende Auswertung der jeweiligen Themenblöcke und für eure berufliche Karriere ist zudem ein tiefgründiges Verständnis in der Datenanalyse notwendig. Gerade im Digital Commerce besteht ein erheblicher Nachholbedarf an ausgebildeten Data-Analysten, was sich im Curriculum wiederspiegelt.

Aufbau

Das erwartet euch im ersten Semester:

Modul Dozentin/Dozent Themenblock
Digital-Commerce I: Fundamentals & digitale Geschäftsmodelle Prof. Fend Digital Commerce
Social Media Marketing

 

Dr. Simmank Digital Marketing
Brand- und Performance Marketing

 

Prof. Fischer Digital Marketing
Digitale Konsumentenpsychologie

 

Prof. Fischer Cyber Wirtschaftspsychologie
Qualitative und quantitative Datenanalyse Prof. Fischer Datenanalyse

 

Das erwartet euch im zweiten Semester:

Modul Dozentin/Dozent Themenblock
Digital-Commerce II: Sustainability Prof. Fend Digital Commerce
Customer Relationship Management

 

M.A. DiStefano Digital Marketing
Multi-Channel- & Category Management

 

Prof. Fischer Digital Marketing
Agenturführung, Verhandlungs- & Krisenpsychologie

 

Prof. Sturm Cyber Wirtschaftspsychologie
Marketing Data Science & Controlling N.N. Datenanalyse

 

Das erwartet euch im dritten Semester:

Modul Dozentin/Dozent Themenblock
Digital-Commerce III: Netzwerk- & Plattformökonomie

 

Prof. Fend &

Prof. Fischer

Digital Commerce
UX & Webdesign

 

Dr. Simmank Digital Marketing
Psychologie digitaler Transformationsprozesse

 

Prof. Sturm Cyber Wirtschaftspsychologie
A&O Psychologie: Digital Leadership & Recruiting

 

Prof. Sturm Cyber Wirtschaftspsychologie
Praxisseminar

 

Prof. Fischer &

Prof. Sturm

Alle Bereiche

 

Das vierte Semester ist eurer Masterarbeit vorbehalten.

In den nächsten Blog-Beiträgen werde ich euch jeweils kurze Insights pro Modul geben.

Weitere Informationen zu dem Master CMP findet ihr auf der WINGS-Homepage oder schreibt mir oder der Studiengangskoordinatorin gerne eine Mail (h.sturm@wings.hs-wismar.de  bzw. m.groth@wings.hs-wismar.de ). Wir freuen uns über eure Anfragen.

https://www.wings.hs-wismar.de/de/fernstudium_master/digital-commerce-marketing-psychology/ueberblick

Neuer Studiengang bei WINGS: Master Digital Commerce, Marketing & Psychology

Es gibt Neuigkeiten. Nicht umsonst war es in letzter Zeit etwas ruhiger in dem Journal of Master Sales & Marketing. Wir haben uns im Kollegium zusammengesetzt und einen neuen Master für euch entwickelt, der sich auf das digitale Business fokussiert. Damit haben wir zum etablierten Master Sales & Marketing ein innovatives und interessantes Lehrangebot geschaffen, das sich mit der Wachstumsbranche schlechthin beschäftigt. Derzeit sind Unternehmen und Plattformen erfolgreich, die althergebrachte Motive mit den Möglichkeiten der Digitalisierung verknüpfen und somit effizienter Waren und Dienstleistungen vertreiben können. Das hat erhebliche Auswirkungen auf alle Bereiche des Wirtschaftens. Demzufolge auch auf das digitale Marketing. Die Old Economy hat das „one way-“ oder Push-Marketing optimiert, indem Werbebotschaften in den mehr oder weniger relevanten Markt hineingedrückt wurden. Die Funktionsweise des klassisches Push-Marketing inkl. der vier „P“ (Product, Promotion, Placement, Price) werden bspw. bei Meffert et al. (2019) über 1500 Seiten en Detail beschrieben. Das hat sich mit der Verbreitung des Web 2.0 grundlegend geändert. Seit dieser Vernetzung ist das Marketing deutlich komplexer, vielfältiger und technischer geworden. Diese Funktionsweise ist kaum noch umfassend in einem Buch beschreibbar. Es befassen sich verschiedenste Fachdisziplinen mit dem Digitalmarketing. Diese unterschiedlichen Richtungen greifen wir

Der neue Master Digital Commerce,
Marketing & Psychology startet zum WS 23/24 bei WINGS.
Der neue Master
Digital Commerce,
Marketing & Psychology startet zum WS 23/24 bei WINGS.

im Master CMP für euch auf. So haben wir im Curriculum das Social Media Marketing, das Brand & Performance Marketing oder UX und Webdesign etabliert. Innovationen sind auch in der Wirtschaftspsychologie zu finden. Die Forschung in dem Bereich ist bereits umfassend. Es gibt meterweise Artikel zur „digitalen Konsumentenpsychologie“, aber mir ist bislang kein fundiertes und umfassendes Lehrbuch in diesem Bereich bekannt. Grund genug, sich dieser Thematik zu widmen und das spannende Wissen aus der Forschung in ein gleichnamiges Modul zu transformieren und mit praktischen Beispielen zu versehen.

In den kommenden Beiträgen möchte ich euch über das Curriculum, über die Vision des Masters CMP und über die Voraussetzungen für dieses Studium informieren. Weitere Informationen findet ihr auf unserer Website: https://www.wings.hs-wismar.de/de/fernstudium_master/digital-commerce-marketing-psychology/ueberblick und gerne könnt ihr mich auch direkt kontaktieren.

Offizieller Start des Masters Digital Commerce, Marketing & Psychology (CMP) ist das kommende Wintersemester 2023/2024. Wer gerne das etwas klassischere Studium bevorzugt, kann sich weiterhin im Master Sales & Marketing einschreiben. Vergleicht gerne die beiden Curricula. Es gibt wenig Überschneidungen. Beide Studiengänge haben ihren eigenen Fokus und sind auf ihre Weise spannende Weiterbildungen, damit ihr zukünftig weiterhin erfolgreich in der Praxis agieren könnt.

Effekte des „Greenwashing“ auf die Wahrnehmung und die Kaufintention des Konsumenten – eine globale Betrachtung.

Stark, M. & Zepp, C. (2021). Effekte des „Greenwashing“ auf die Wahrnehmung und die Kaufintention des Konsumenten – eine globale Betrachtung. Sturm, H. (Hrsg.) Journal of Master Sales and Marketing. Internet: https://journal-of-master-sales-marketing.de/effekte-des-greenwashing-auf-die-wahrnehmung-und-die-kaufintention-des-konsumenten-eine-globale-betrachtung/

Effects of „Greenwashing“ on the consumer perception and purchase intention – a global view.

Abstract

The environmental awareness of consumers continues to grow with the increasing concern for the environment (Gatti, 2019). As a result, both consumer buying behaviour and corporate communication towards the consumer have changed permanently (Nascimento, 2019). The latter has been used as the basis of this work to consider the ubiquitous phenomenon of greenwashing globally with the aim of identifying possible territorial differences. This is because it has been proven that greenwashing measures are practised by more and more companies (Akturan, 2018).

Greenwashing
Greenwashing

Fundamentally, the term „greenwashing“ encompasses misleading information about a product or a company in order to gloss over the sustainability aspect and its own environmental performance (Parguel et al., 2011; Nyalasi, 2016).

Due to the increasing social relevance of sustainability, greenwashing activities have also demonstrably increased. However, this has also been accompanied by increased consumer scepticism and criticism of environmental claims made by companies (cf. Webb and Mohr 1998; Newell et al. 1998; Vanhamme and Grobben 2009). In the form of a literature review, the present study is dedicated to the effects of greenwashing on consumer perception and purchase intention. For this purpose, scientific studies from different regions were collected, analysed, compared and summarised into a global model. From this, it was possible to determine that the effects of greenwashing in the analysed studies proved to be regionally congruent and that, in the case of perceived greenwashing, there was a negative effect on the perception and purchase intention of the consumer.

Effekte des „Greenwashing“ auf die Wahrnehmung und die Kaufintention des Konsumenten – eine globale Betrachtung.

Zusammenfassung

Das Umweltbewusstsein von Konsumenten nimmt mit der Sorge um die Umwelt immer weiter zu (Gatti, 2019). Dies hat zufolge, dass sich sowohl das Kaufverhalten der Verbraucher als auch die Kommunikation der Unternehmen in Richtung des Verbrauchers nachhaltig verändert hat (Nascimento, 2019). Letzteres wurde als Grundlage dieser Arbeit genutzt, um das allgegenwärtige Phänomen „Greenwashing“ global zu betrachten mit dem Ziel mögliche territoriale Unterschiede festzustellen. Denn das Greenwashing Maßnahmen seitens der Unternehmen praktiziert werden ist nachweislich festgestellt worden (Akturan, 2018).

Ganz grundlegend umfasst der Begriff „Greenwashing“ eine irreführende Informationslage zu einem Produkt oder einem Unternehmen, um den Nachhaltigkeitsaspekt und damit zusammenhängend eigene Umweltleistung zu beschönigen (Parguel et al., 2011; Nyalasi, 2016). Durch die zunehmende gesellschaftliche Relevanz der Nachhaltigkeit haben auch Greenwashing Aktivitäten nachweislich zugenommen. Damit einhergehend ist jedoch auch die Skepsis und Kritik des Verbrauchers gegenüber gemachter Umweltaussagen der Unternehmen gestiegen (vgl. Webb und Mohr 1998; Newell et al. 1998; Vanhamme und Grobben 2009). In Form einer Literaturrecherche widmet sich die vorliegende Arbeit den Effekten des Greenwashings auf die Wahrnehmung und die Kaufintention des Konsumenten. Hierzu wurden wissenschaftliche Arbeiten aus unterschiedlichen Regionen zusammengetragen, analysiert, gegenübergestellt und zu einem globalen Modell zusammengefasst. Daraus ableitend konnte festgestellt werden, dass sich die Effekte des Greenwashing in den analysierten Studien als regional deckungsgleich erwiesen und sich bei wahrgenommen Greenwashing ein negativer Effekt auf die Wahrnehmung und Kaufintention des Verbrauchers ergibt.

Die gesamte Arbeit kann hier nachgelesen werden: Effekte_des_Greenwashing_auf_die_Wahrnehmung_und_die_Kaufintention_des_Konsumenten_Zepp_&_Stark_21

Eine Analyse der Wahrnehmung, Einstellung und Nutzung von TikTok bei der Fußball EM 2021

Fergen, Y. & Geiger, N. (2021). Eine Analyse der Wahrnehmung, Einstellung und Nutzung von TikTok bei der Fußball EM 2021. Sturm, H. (Hrsg.) Journal of Master Sales and Marketing. Internet: https://journal-of-master-sales-marketing.de/eine-analyse-der-wahrnehmung-einstellung-und-nutzung-von-tiktok-bei-der-fussball-em-2021.

Analysis of perception, attitude and use of TikTok at the European Football Championship 2021

Abstract:

In spring 2021, TikTok announced to be the first digital business platform to become an official partner of the UEFA. Thus, the company was perceived as an official sponsor at the 2021 European Football Championship, originally scheduled for 2020. Several academic articles have already examined consumers‘ sponsorship perceptions of major sporting events (e.g., Eagleman & Krohn, 2012; Grohs, Wagner & Vsetecka, 2004; Bennett, Cunningham & Dees, 2006). Consumer attitudes towards large-event-sponsors have also been treated in various papers (cf. Visentin, Scarpi & Pizzi, 2016; Jöreskog & Sörbom, 2003). Alonso-Dos-Sontos et al. (2016) for example find out that 22.3% of the variance of consumers’ attitude toward the sponsor can be explained by its attitude toward the event. Furthermore, scientific studies have examined if and when the purchase intention of sponsor products is positively influenced by an event (cf. Visentin et al., 2016). Alonso-Dos-Santos et al. (2016) find out that the involvement in an event does not have a positive influence on the purchase intention of sponsored products.

Eine wissenschaftliche Analyse zur Nutzung von TikTok

Based on a questionnaire, the paper analyzes how frequently TikTok was perceived by consumers as an official sponsor of the 2021 European Football Championship. All in all, TikTok was the sponsor to be perceived most frequently, followed by Volkswagen and Lieferando. Additionally, the consumers’ attitude towards the 2021 European Football Championship and towards TikTok is queried. Thereby it is confirmed that consumers recognizing TikTok as a sponsor, at the same time have a more positive attitude towards the company. Overall, no correlation was found between the consumers’ attitude towards the European Football Championship on the one hand and towards TikTok on the other hand. The tendency to use TikTok is also part of the survey. This is positively influenced by the level of involvement in the event. Furthermore, a positive influence of the attitude towards TikTok on the usage tendency of TikTok can be found.

Overall, the perception strategy of TikTok seems to have been promising. However, it turns out that it was more the reach of the tournament than the reputation of soccer and UEFA that influenced the sponsorship success. Therefore, TikTok must make a cost-benefit analysis of this sponsorship.

 

Eine Analyse der Wahrnehmung, Einstellung und Nutzung von TikTok bei der Fußball EM 2021

Zusammenfassung:

Im Frühjahr 2021 verkündet TikTok, als erste digitale Unternehmensplattform offizieller Partner der UEFA geworden zu sein. Damit ist das Unternehmen als Sponsor bei der Fußball EM 2021, die ursprünglich im Jahr 2020 ausgetragen werden sollte, wahrzunehmen. V erschiedene wissenschaftliche Artikel beschäftigen sich bereits mit der Sponsoren-Wahrnehmung von Konsumenten bei Sportgroßevents (z.B. Eagleman & Krohn, 2012; Grohs, Wagner & Vsetecka, 2004; Bennett, Cunningham & Dees, 2006). Auch die Einstellung der Konsumenten gegenüber Großevent-Sponsoren ist Bestandteil verschiedener Arbeiten (vgl. Visentin, Scarpi & Pizzi, 2016; Jöreskog & Sörbom, 2003). Dabei finden Alonso-Dos-Sontos et al. (2016) z.B. heraus, dass 22,3 % der Varianz der Einstellung gegenüber dem Sponsor durch die Einstellung gegenüber dem Event erklärt werden kann. Es wird ebenfalls in der Wissenschaft untersucht, ob und wann die Kaufabsicht von Sponsor-Produkten durch ein Event positiv beeinflusst wird (vgl. Visentin et al., 2016). Alonso-Dos-Santos et al. (2016) stellen dabei heraus, dass das Involvement in ein Event keinen positiven Einfluss auf die Kaufabsicht von gesponserten Produkten hat.

Auf Grundlage einer Berfragung prüft die Arbeit, wie häufig TikTok als offizieller Sponsor der Fußball-EM 2021 von den Konsumenten wahrgenommen worden ist. Insgesamt wurde das Unternehmen, gefolgt von Volkswagen und Lieferando, am häufigsten wahrgenommen. Zudem wird die Einstellung der Probanden gegenüber der EM2021 und gegenüber TikTok abgefragt. Dabei wird bestätigt, dass im Mittel die Konsumenten, die TikTok als Sponsor erkannt haben, auch eine positivere Einstellung gegenüber dem Unternehmen haben. Es konnte insgesamt kein Zusammenhang zwischen der Einstellung gegenüber der EM und der Einstellung gegenüber TikTok festgestellt werden. Die Nutzungstendenz von TikTok ist ebenfalls Bestandteil der Befragung. Diese wird positiv vom Involvierungsgrad in das Event beeinflusst. Außerdem kann ein positiver Einfluss der Einstellung gegenüber TikTok auf die Nutzungstendenz des sozialen Mediums festgestellt werden.

Insgesamt scheint die Wahrnehmungsstrategie von TikTok also erfolgsversprechend gewesen zu sein. Es ist jedoch absehbar, dass mehr die Reichweite des Turniers als die Reputation des Fußballs und der UEFA Einfluss auf den Sponsoring-Erfolg gehabt haben. Kosten und Nutzen dieses Sponsoring-Deals gilt es also für das Unternehmen aufzuklären.

Die gesamte Arbeit kann hier nachgelesen werden: Eine Analyse der Wahrnehmung, Einstellung und Nutzung von TikTok bei der Fußball EM 2021

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Führungskultur bedingt durch die Krise im Wandel

Changemanagement

Manifeste Verhaltensweisen, Strukturen oder Marktgleichgewichte können durch nicht vorhersehbare Ereignisse oder Krisen ins Wanken geraten. Das kann Organisationen vor große Herausforderungen stellen. Resilienz sollte auf Ebene der Organisation, aber auch auf Ebene der Organisationsmitglieder vorhanden sein. Beispielsweise wurden den etablierten Kommunikationsanbietern ab 2012 das Geschäftsmodell durch ein kleines Start Up „Whats App“ zunichte gemacht. Eine Umpositionierung war notwendig. Röhrenbildfernseher wurden durch Flachbildschirme vollständig substituiert. Die entsprechenden Marktanbieter sind daher verschwunden oder spielen keine Rolle mehr (Grundig, Telefunken, Loewe etc.). Durch die Pandemie bedingt, werden u.a. Führungskulturen sowie seit Jahrhunderten etablierte Werte bezüglich Arbeitszeit, Hierarchie, Berichtwesen, Anwesenheit in der Organisation und Aufgabedelegation im Eiltempo gewandelt. Lang überdauernde Verhaltensdispositionen werden „über Nacht“ obsolet und Einstellungen müssen dementsprechend angepasst werden. So etwas bedarf normalerweise Zeit. Das Changemanagement steht 2020 vor der Herausforderung, schnell nach optimalen Prozessen zu suchen. Den Mitarbeitern eine Zeit des Trauerns einzuräumen, weil alte, sich vorher vielleicht bewährte Führungswerte und -muster nunmehr obsolet werden, bleibt kaum. Daher sollte man sich noch mehr im Klaren darüber sein, dass es jetzt eine Zeit des Übergangs geben wird, in der die neuen Systeme und Regeln noch nicht so optimal laufen, wie vor der Krise. Darauf müssten sich Changemanager als auch Mitarbeiter einstellen.

Virtuelle Führung

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Wie kann Inspiration und damit verbundenes Stöbern in Onlineshops gemessen und gefördert werden?

Inspiration entsteht schlecht unter Druck

Ähnlich wie Kreativität kann auch Inspiration schlecht befohlen werden. Die Aussage „sei doch endlich mal kreativ bei der Problemlösung“ führt wohl kaum zu einem messbaren Anstieg der Problemlösungskompetenz.  Es scheint aber einen positiven Zusammenhang, zwischen der Inspiration und Kreativität zu geben (Trash & Elliot, 2003). Menschen sind kreativer, wenn sie inspiriert sind. Andere Faktoren können ebenfalls Einfluss nehmen. Dazu gehört sich wohl zufühlen, happy sein, Selbstwirksamkeit und das Bedürfnis nach Selbstverwirklichung verspüren. Intrinsische Motivation und Inspiration sind dementsprechend von der Konzeption nicht so weit voneinander entfernt (Trash & Elliot, 2003).

Gezielt ein Produkt kaufen oder zum Stöbern inspirieren lassen?

Beim „Schaufensterbummel“ kann davon ausgegangen werden, dass sich Konsumenten durch die Art der Produktpräsentation inspirieren lassen.  Kunden, vielleicht sogar ohne bewusste Kaufabsicht, probieren verschiedene Artikel aus und fangen an diese zu kombinieren. Dabei kann eine Art kreativer Prozess entstehen (Funke, 2000). Dadurch könnte der Umsatz positiv beeinflusst werden.

Inspirationsfördernde Faktoren in Onlineshops?

Interessanterweise kann dieses Verhalten in Onlineshops bis dato seltener beobachtet werden. Die User suchen sich eher ein bestimmtes Produkt heraus und verlassen danach die Website wieder. Seltener kommen Kunden auf die Idee, sich durch verschiedene Onlineshops zu klicken, kreativ verschiedene Produkte zu kombinieren und sich inspirieren zu lassen. Onlineshops haben kaum einen evokativen Charakter für inspiratives Stöbern. Es ist noch nicht mal eine Übersetzung für „Online-Schaufensterbummel“ bzw. ein Pendant im Sprachgebrauch bekannt.

Wie Inspiration dennoch in Onlineshops gefördert werden kann, wird theoretisch im Rahmen einer Literaturanalyse hergeleitet. Den Artikel dazu finden Sie hier:

http://marketing.expertjournals.com/23446773-809/

Literatur:

Funke J., 2000. Psychologie der Kreativität. In: R.M. Holm-Hadulla  (eds) Kreativität. Heidelberger Jahrbücher. Springer: Berlin, Heidelberg.

Thrash, T. M. and Elliot, A. J., 2003. Inspiration as a Psychological Construct. Journal of Personality and Social Psychology84(4), pp.871-889. doi:10.1037/0022-3514.84.4.871

 

 

 

Meta-Analyse zum Impulskaufverhalten

Kaufentscheidungen werden vornehmlich rational, habitualisiert, limitiert oder eben impulsiv getroffen bzw. kategorisiert (Felser, 2015, S. 156 ff). Reize am Point of Sale tragen dazu bei, dass über die Hälfte der Käufe impulsiv getroffen werden. Das kann ein besonders ansprechender Aufsteller, eine auffällige Regalplatzierung oder sonstige Verkaufsförderungsmaßnahmen sein. Werden diese Reize zudem noch subliminal verarbeitet, könnte eine spontane Kaufaktivität noch weiter gefördert werden. Nicht umsonst wird der Bäcker in einigen Supermärkten direkt am Eingang platziert. Die olfaktorische Wahrnehmung des frischen Backwerkes soll den Hunger anregen. Statistisch gesehen steigt dadurch die Höhe des Warenkorbes. Aber auch Preisreduktionen können zu spontanen Käufen verleiten. Ist die Tüte Gummibärchen im Sonderangebot, wird ein Impulskauf getriggert. Allerdings führen solche spontanen Handlungen nicht selten auch zu Nachkaufdissonanzen. Kunden könnten dies bereuen, denn Süßigkeiten passen selten in einen Diätplan und auch aus Gesundheitsaspekten heraus handelt es sich um ein eher fragwürdiges Produkt.

Impulse Buying: a meta-analytic review

Impulskauf, Selbstkontrolle, Konsumentenverhalten

Iyer, Blut, Xiao & Grewal (2020) beschäftigen sich im Rahmen einer Metaanalyse mit Impulskaufverhalten von privaten Kunden. Sie arbeiten die letzten Jahrzehnte an Forschung in diesem Bereich auf. Insgesamt fließen in deren Untersuchung 231 wissenschaftliche Arbeiten mit einem n von über 75.000 Probanden ein. Aus der Analyse heraus wird ein Strukturgleichungsmodell abgeleitet. Es werden Personenmerkmale, Motive, Ressourcen und Marketing als unabhängige Einflussfaktoren auf das Impulskaufverhalten identifiziert. Selbstkontrolle sowie positive/ negative Gefühle dienen als Mediatoren. Iyer et al. (2019) gehen davon aus, dass das Alter für die Selbstkontrolle eine Rolle spielt. Jüngere Konsumenten neigen eher zu Impulskäufen. Die in der Kaufsituation erlebten Gefühle dürften ebenfalls eine Rolle spielen. Sowohl Freude als auch Traurigkeit können verstärkt impulsive Käufe triggern. Letzteres insbesondere dann, wenn der Wunsch nach Selbstbelohnung besteht. Die Erhebungsmethode der unterschiedlichen 231 Forschungsbeiträge und die verschiedenen Situationsvariablen seitens der Hersteller (Preislevel, Werbeintensität, Verfügbarkeit etc.) moderieren den Effekt zwischen den unabhängigen und abhängigen Variablen. Werbeintensität wird noch etwas genauer beleuchtet (Iyer et al., 2019, S. 389). Es besteht der Verdacht, dass zu stark beworbene Produkte kontraproduktiv für Impulskäufe sein könnten, da hier die Exklusivität fehlen könnte. Weiterlesen

Digital Leadership und der Wandel bisheriger Führungsmodelle

Pünktlich zur diesjährigen Wintersonnenwende konnte ich ein paar Gedanken in der Marketingfachzeitschrift „Horizont“ publizieren. Der Tenor des Beitrages ist die Herausforderung, mit virtueller Gruppenarbeit umzugehen. Können in solchen Umgebungen noch mit traditionellen Mitteln erfolgreich Ziele erreicht werden oder bedarf es eines Umdenkens?

Vrituelle Führung bei weltweit vernetzten Teams
Vrituelle Führung bei weltweit vernetzten Teams

Lesen Sie gerne einmal rein: https://www.horizont.net/marketing/kommentare/digital-leadership-warum-manager-virtueller-teams-nicht-den-chef-raushaengen-lassen-sollten-179628

Ich wünsche Ihnen allen ein schönes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins neue Jahr. Bleiben Sie alle gesund und ich freue mich von Ihnen zu hören oder zu lesen.

Es grüßt Sie herzlichst

Hieronymus Sturm, Studiengangsleiter für den Fernstudiengang Sales and Marketing bei WINGS (Hochschule Wismar).

Analyse & Darstellung der Determinanten der genderspezifischen Vertriebsführung

Franke, L. M. & Lamprecht J. (2019). Analyse & Darstellung der Determinanten der genderspezifischen Vertriebsführung. Sturm, H. (Hrsg.) Journal of Master Sales and Marketing. Internet: https://journal-of-master-sales-marketing.de/analyse-darstellung-der-determinanten-der-genderspezifischen-vertriebsfuehrung/

Analysis & presentation of the determinants of gender-specific sales management

Although there is a feminization of sales organizations and a concomitant steadily increasing number of woman in sales, the gender bias in the selection of sales executives remains a widespread phenomenon. A heuristic explanation for the gender imbalance in sales management positions reveals the underestimation of women’s leadership effectiveness by attributing gender-specific leadership styles and competencies to prevailing role stereotypes. To date, however, there is a lack of profound research findings on gender-specific management behavior in sales. Therefore, this paper represents a comprehensive analysis of the current research status. Besides that, it develops a framework model of gender-specific sales leadership based on Nerdinger’s (2014) fundamentals. The research findings show that the leadership process in the sales context is more complex and that the gender of the sales manager and the sales staff has a significant influence on the sales success from a business and a psychological perspective as well.

Zusammenfassung:

Obwohl eine Feminisierung der Vertriebsorganisation und eine damit einhergehende stetig ansteigende Zahl von Frauen im Vertrieb zu verzeichnen ist, bleibt der Gender Bias bei der Auswahl der Vertriebsführungskräfte ein weitverbreitetes Phänomen. Eine heuristische Erklärung für das geschlechtsspezifische Ungleichgewicht im Vertriebsmanagement zeigt sich in der Unterbewertung der Wirksamkeit von Frauen in Führungspositionen durch Zuschreibung geschlechtsspezifischer Führungsstile und Kompetenzen innerhalb vorherrschender Rollensteoreotype. Bis heute fehlt es jedoch an tiefgründigen Forschungserkenntnissen zum geschlechterspezifischen Führungsverhaltens im Vertrieb. Die vorliegende Arbeit stellt daher eine umfassende Analyse des aktuellen Forschungstandes dar und konzipiert auf Basis des etablierten Führungsmodells von Nerdinger (2014) ein Rahmenmodell der genderspezifischen Vertriebsführung. Die Forschungserkenntnisse ergeben, dass sich der Führungsprozess im Vertriebskontext komplexer darstellt und das Geschlecht von der Vertriebsführungsperson als auch der geführten Vertriebsmitarbeiter erheblichen Einfluss auf den Vertriebserfolg sowohl aus betriebswirtschaftlicher als auch psychologischer Perspektive hat.

Die gesamte Arbeit kann hier nachgelesen werden:

Lamprecht & Franke (2019) Analyse & Darstellung der Determinanten der genderspezifischen Vertriebsführung